Remote Work, Gehalt & die große Illusion vom Standort
Shownotes
Remote Work, Gehalt und der Einfluss des Standorts – wie viel davon ist Realität, wie viel Illusion?
In dieser Folge von DISruptiv spricht Stephan Bahns gemeinsam mit Tim Verhoeven über eines der meistdiskutierten Themen der modernen Arbeitswelt: die Zukunft von Arbeit zwischen Büro, Homeoffice und komplett ortsunabhängigen Modellen.
Warum zahlen Unternehmen für die gleiche Leistung unterschiedliche Gehälter – oft abhängig vom Standort? Ist das im Zeitalter von Remote Work überhaupt noch zeitgemäß? Und welche Rolle spielen Angebot, Nachfrage und Lebenshaltungskosten wirklich?
Außerdem geht es um:
- Die tatsächliche Bereitschaft von Mitarbeitenden, für Remote Work auf Gehalt zu verzichten
- Herausforderungen für Unternehmenskultur und Identifikation in virtuellen Teams
- Warum hybride Modelle für viele die praktikabelste Lösung sind
- Die wachsende Bedeutung klarer Regeln in Stellenanzeigen rund um Remote-Anteile
- Führung und Zusammenarbeit in verteilten Teams – von Open Channels bis Morning Walks
- Regionale Arbeitsmärkte und warum Top-Performance nicht an Metropolen gebunden ist
- Neue Dynamiken im War for Talents – inklusive überraschender Entwicklungen im Tech-Sektor
- Warum Lebensphasen wichtiger sind als Generationen im Recruiting
- Und: Weshalb Skill-Based Hiring ein zentraler Hebel für bessere Personalentscheidungen ist
Eine Folge für alle, die Arbeit neu denken wollen – differenziert, datenbasiert und mit klarem Blick auf das, was wirklich zählt.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu Disruptiv.
00:00:06: Die Arbeitswelt von morgen,
00:00:07: heute gestalten!
00:00:11: Wieder eine neue Folge mit Tim für Erhilfen.
00:00:14: Herzlich Willkommen an der Stelle.
00:00:15: Hallo
00:00:16: und wir sprechen heute über das Thema einmal Remote Work ein hitziges Thema.
00:00:22: Ich freu mich schon drauf.
00:00:23: Da gibt es ganz viele Meinungen dazu.
00:00:25: Aber auch was macht die Region aus?
00:00:27: Wie weit wirkt sich die Region wirklich aufs Gehalt aus?
00:00:32: Ist denn überhaupt die Leistung in der Region, die vielleicht ein niedriges Gehalt zahlt, überhaupt schlechter?
00:00:38: Da habe ich große Zweifel.
00:00:40: Und haben wir dann nicht vielleicht sogar eine große Illusion und müssen viel flexibler denken?
00:00:45: also auf jeden Fall Themen über die man sprechen kann.
00:00:47: Ich freue mich drauf!
00:00:49: Die erste Frage ist, warum müssen Unternehmen für gleiche Arbeit unterschiedliche Gelder zahlen Meistens Standort bezogen?
00:00:59: und ist es überhaupt auch zeitgemäß, wenn ich jetzt mal über White Color spreche?
00:01:05: Egal wo gemacht werden könnte.
00:01:08: Also erstmal niemand muss irgendwas!
00:01:10: Ich sehe es immer so aus einer Marktperspektive Angebote Nachfrage.
00:01:14: Ich kann versuchen für das gleiche Gehalt in München und irgendwo auf dem Plattenland irgendwo anders im Ruhrgebiet etwas zu finden, wo wir gerade eine große strukturelle Arbeitslosigkeit haben.
00:01:26: Dann werden wir sehen das wäre möglicherweise für das Gehalt im Ruhergebiet.
00:01:29: jemanden finden in München nicht warum.
00:01:31: Angebote und Nachfrage Lebenserhaltungskosten wachsen mit usw.
00:01:35: Das heißt als Arbeitgeber sollte ich mir sehr gut Gedanken machen dass sich ein wettbewerbsfähiges Gehalt zahle wenn ich regional arbeite Wenn ich remote arbeite.
00:01:47: ist es oder remote die Möglichkeit geben?
00:01:49: Wir müssen uns vielleicht immer die Begrifflichkeit und auch gleich mal ein bisschen klarzerren.
00:01:53: Wer reden ja jetzt über Full Remote, jemand der also nicht im Office ist?
00:01:57: Dann kann ich natürlich damit durchaus auch Geld sparen!
00:02:00: Wir haben früher mal eine eigene Studie gemacht und da kamen so um die zwanzig Prozent während Menschen bereit Gehaltsbussen-Einbußen in Kauf zu nehmen wenn sie Full Remote arbeiten können.
00:02:11: Okay Was macht das mit dem Identifikationsgrad der Menschen zu den Unternehmen, wo sie fully remote arbeiten?
00:02:18: Hast du da auch irgendwelche Kenntnisse?
00:02:20: Es gibt unterschiedliche Studienlagen dazu.
00:02:23: Wir sehen aber schon dass es nicht so einfach ist, dass wir als Common Culture sehen zu integrieren wenn die Menschen sich nicht sehen.
00:02:30: warum?
00:02:30: weil wir viel von dem wie wir diese Kultur bisher gelebt haben immer noch im Hinterkopf haben, dass sie an der Kaffeemaschine passiert.
00:02:38: Dass sie im Smalltalk nebeneinander passiert und so weiter.
00:02:42: Ich glaube das ist etwas wo wir gemeinsam noch wachsen müssen.
00:02:46: Wir haben als Gesellschaft jetzt ein paar hundert Jahre lang gelernt wie es ist in einem Büro nebeneinander zu arbeiten was für kulturelle Gegebenheiten sich daraus kristallisiert haben wie das funktioniert Und Remote Work ist ja erst so seit der Corona-Krise richtig im Konten-Test.
00:03:00: Das ist glaube ich etwas, wo wir als Gesellschaft noch lernen müssen wie es funktioniert.
00:03:04: Wir vergessen
00:03:04: manchmal wie jung das eigentlich ist da... Ja
00:03:06: total!
00:03:07: ...und sind dann
00:03:07: sehr ungeduldig gleichzeitig.
00:03:09: Ich stelle mir immer die Frage ob die Arbeitgeber austauschbarer werden.
00:03:12: also wenn nicht jetzt mal die Personalberatungs- oder Dienstleistungsporschen man nehmen würde und sagen die wäre völlig remote was sie übrigens nicht für eine gute Idee halten würde Dann ist ja wirklich die Frage was denn der USP des einzelnen Arbeitgebers jetzt mal ganz ketzerisch gefragt?
00:03:26: Vielleicht würde es das zu führen, dass der Arbeitgeber das mal selber für sich durcharbeiten muss ein bisschen besser.
00:03:30: Absolut
00:03:31: ja!
00:03:31: Das könnte dazu führen eine richtige Value proposition machen.
00:03:35: Ist denn die Erkenntnisse, die du aus vielleicht auch Daten hast?
00:03:39: Die ist am Ende wie so häufig nicht das eine extrem oder das andere extrem sein sollte sondern vielleicht ja die Wahrheit in der Mitte liegt oder auf dem Platz liegt wie man so schön sagt.
00:03:50: zum
00:03:50: Fußball
00:03:51: Also eine gute Kombination hinzubekommen, um beides zu bedienen.
00:03:54: Jetzt habe ich heute keinen Tricke an und jetzt machst du die Fußballanspielung!
00:03:57: Mann, man, man... also du hast vollkommen recht, die Realität wenn wir Umfragen auch die wir selber durchgeführt haben eigentlich immer wieder sehen die meisten Menschen wollen weder das eine Extremum noch das andere Extremum also weder Wenn es ein Job ist der auch im Homeoffice gemacht werden könnte dass sie sagen Ich möchte fünf Tage in Büro sein full remote fünf Tage im Homeoffice arbeiten.
00:04:20: Die Realität für die meisten ist so zwei bis drei Tage und das kann ich mal ganz subjektiv, wenn ich mal auf mich schau auch sagen.
00:04:27: Fünf Tage im Büro no way.
00:04:29: aber jetzt permanent remote arbeiten?
00:04:32: Auch nicht cool!
00:04:32: Das heißt für mich selber sehe ich das auch als das Optimum.
00:04:36: Ich glaube wichtig ist dass die Menschen frei darüber entscheiden wollen wann das ist.
00:04:40: Aber das ist ein entscheidender Punkt weil das auch was mir zutragen wird.
00:04:44: Es geht gar nicht darum, fünf Tage zu Hause sein.
00:04:46: Aber selber zu wählen, auch sehr kurzfristig zu wählend den eigenen Lebensentwurf angepasst, wann man es spontan macht.
00:04:55: und da frage ich dich mal als Gegenfrage gerade ob im Vertrieb oder im Rekruting?
00:04:59: Wie würde das denn sowas führen wenn dir jeder spontan sagt morgen bin ich übrigens nicht da Und du hast das persönliche Team-Meeting geplant.
00:05:05: Das ist total schwierig und es geht sogar noch einen Schritt weiter, wenn ich noch eine Ebene höre schaue.
00:05:09: Was heißt das eigentlich für Räumlichkeiten?
00:05:11: Wenn ich nicht weiß wie viele Menschen überhaupt durchschnittlich irgendwo da sind, wo sich jetzt das maximal, dass theoretisch alle Mitarbeitende gleichzeitig da sein könnten.
00:05:20: Wo sich dann fünf Tage die Woche dieses Office für hundert Leute aufhaben Auch wenn in der Realität immer nur zehn oder zwanzig kommen, also das sind Off-Fragen die man sich
00:05:30: stellen muss.
00:05:30: Das ist ja auch das Messen, dass uns gerade eines Offers ist.
00:05:33: Israel ist ja spannend, wenn man auf Vertriebsorganisationen außerhalb der Branche schaut und das Büro nur dann voll ist, wenn der Standort übergreifende verantwortlich kommt, das Zirkuszelt aufgebaut wird, muss man sich auch fragen ob das auf Dauer richtig ist?
00:05:45: Es ist noch spannender bei inhabergeführten Unternehmen, wenn man so einen klassischen Mittelständler sich anschaut und der zweiten Generationen.
00:05:52: Wenn dann der Chef aus dem Elfenbeinturm einmal so reinkommt, dann wird nochmal alles geputzt, habe ich selber früher auch mal erlebt.
00:05:58: Wer sich in meiner Vita einliest, wird vielleicht merken welches Unternehmen das sein könnte.
00:06:02: Wenn da die Eigentümerfamilie vorbei kam, da war aber kein Staubkorn oder sonstiges da!
00:06:09: Und das erfahre ich gerade auch immer wieder als Feedback, dass gerade bei solchen Unternehmen, wenn die dann mal durch die Gänge gehen und dann sehen sie plötzlich nur noch dreißig Prozent der Belegschaft ist im Büro.
00:06:19: Das dann aber plötzlich.
00:06:21: also jetzt muss aber jetzt muss einmal hier was geändert werden.
00:06:23: Jetzt müssen wir mit den Leuten wieder hinkriegen.
00:06:25: Mach mal HA!
00:06:28: Ja, Back to Office ist das große Schlagwort.
00:06:31: Aber wenn wir jetzt mal aufs Thema Stellen anzeigen gehen, das ist ja ein bisschen dein Hauptgebiet kann man fast sagen, würdest du sagen dass Stellen an Zeichen, wenn dort Remote propagiert wird oder der prozentuale Anteil von Remote, dass die besser funktionieren?
00:06:47: Ja, erstmal grundsätzlich ja.
00:06:49: Aber die meisten machen gerade gar nicht diesen Nebensatz denn nur gesagt dass sie sagen entweder remote oder nicht remote.
00:06:54: aber die wenigsten sagen okay du kannst drei Tage remote machen und es remote kann ja sonst alles bedeuten.
00:07:00: das können sein kommen wann ihr willst oder Du musst es zwei Wochen vorher per Fax anmelden und mit Briefzauber noch hinterher.
00:07:07: Und dann muss das mit Blut unterzeichnet werden, dass du's darfst?
00:07:10: Dann darfst du eventuell auch mal remote machen einen Tag!
00:07:14: Das kann ja alles bedeuten.
00:07:15: deswegen vielleicht so ein Tipp an die Hörerinnen da draußen wenn ihr eine Stellungssage schreibt bitte seid konkret.
00:07:21: mach nicht sowas wie nach Abstimmung mit der Führungskraft oder sowas da rein.
00:07:25: ich weiß es wird häufig gelebt aber Wenn ich einen klaren Vorschlag in meinem Kopf habe, wie viele Tage ich präsent sein möchte und dann sowas lese, ist da die erste Punkt.
00:07:35: Dann kann ich mir erst mal die Stellen anzeigen wo ich mir sicher bin dass es passt.
00:07:39: Aber würdest du nicht sagen das mal so ein bisschen sich diese Autonomie bewahren möchte das auch nochmal ändern zu können?
00:07:45: Und wenn ich jemanden mit dieser Versprechung rein blocke und dann merke, das kann nicht auf Dauer gar nicht einhalten oder durchhalten.
00:07:51: Dass ich dann ein Problem habe?
00:07:52: Das ist halt Wunsch-und Realität!
00:07:53: Ich kann ja genauso gut sagen, wenn man als Arbeitgeber sich auch die Freiheit nehmen den Leuten ein bisschen weniger Gehalt gehalten zu zahlen, ist es auch schwierig möglich.
00:08:02: Meistens spricht man über eine Mindestmöglichkeit.
00:08:04: Wenn ich sage du kannst mindestens drei Tage im Büro ... sein oder drei Tage im Homeoffice, oder wie auch immer.
00:08:10: Ich glaube dann kann man die Tür öffnen.
00:08:12: dafür aber es komplett frei zu lassen halte ich für einen großen Fehler.
00:08:16: wenn's anders geht ne?
00:08:17: Wenn das geht.
00:08:17: Und hast du irgendein Tipp für die Zuhörer da draußen... Wie man zum Beispiel auch ein Vertriebs- oder Recruiting Team in dieser hybriden Welt führen kann?
00:08:25: also wirst Du irgendwie gewisse Austauschschamate dort propagieren.
00:08:31: was sind so die Erfahrungen die wir machen bei Indeed
00:08:36: Firmen gesprochen, die schon vor Corona auf Remote gesetzt haben.
00:08:39: Das waren für mich eigentlich die Spannende, weil die haben einfach eine viel längere Lernkurve gehabt.
00:08:43: und was die zum Beispiel gesagt haben, was ich halt spannend finde ist sie haben einen Open Channel gehabt.
00:08:48: das heißt die haben einen offenen Sprachkanal gehabt der immer an ist.
00:08:53: Dass du nicht.
00:08:54: also erst... Ich mache jetzt ein Zoom-Call oder ein Teamscall.
00:08:57: wenn ich mit jemandem sprechen möchte dann sage ich einfach mal hier Hey Steffi!
00:09:00: Hi Michael!
00:09:01: Sag mal könnt ihr mir kurz helfen dass die Leute es höher?
00:09:04: Für alle, die jetzt nicht gerade sagen ich muss jetzt Fokuszeit haben.
00:09:07: Ich muss grade was ganz ganz Wichtiges machen dass sich diese Spontaneität des Austausches ermöglichen kann.
00:09:14: Und das zweite ist bei mir auch immer wieder merke es du musst echt du musst mehr kommunizieren.
00:09:19: Du musst klarer kommunizierend.
00:09:21: Das ist super wichtig.
00:09:22: Ruhig mal ein bisschen kontraproduktiv zu dem was wir gerade fühlen aber mal auch einen Meeting mal mehr reinsetzen um mal so ein bisschen zu sehen hey wie läuft's grad?
00:09:31: Wie gehts dir?
00:09:32: und dann vielleicht auch mal überlegen, wenn die Leute gerade ein bisschen Stress haben.
00:09:35: Ich möchte die Kamera lieber
00:09:36: auslassen.".
00:09:37: Auch das ist etwas!
00:09:38: Wir gucken immer auf Monitore.
00:09:40: Unsere Augen sind nicht dafür gemacht permanent auf Monitorer zu gucken und auch mal da die Möglichkeit zu geben lasst nochmal zu telefonieren während wir spazieren gehen beispielsweise.
00:09:50: Auch solche Dinge mal zu integrieren so einen Morning Walk zu machen mit deinem Team oder solche Sachen.
00:09:56: Das krieg ich an die sehr sehr viel positives Feedback auch.
00:09:59: Und glaubst du, dass es zwischenmenschlich hier auf der Strecke bleiben kann?
00:10:03: Je höher der Remote Anteil ist.
00:10:04: weil so dieses Small Talks entfallen, die spontanen Gespräche.
00:10:08: Man ist schneller auf der Sachebene.
00:10:10: Man kann auch im digitalen Raum vielleicht mehr zuhören und es man vielleicht ein bisschen weniger von Wochenende.
00:10:15: Also kann muss aber nicht!
00:10:16: Ich glaube das ist insbesondere schwierig wenn Menschen in eine Remote Situation reinkommen und die Gesamtkonstellation noch nicht kennen.
00:10:22: also ich sehe bei uns beispielsweise wir haben für uns viele im Team die sich auch schon vor der remote Zeit kannten und sehr zu schätzen gelernt haben.
00:10:29: Das
00:10:30: hilft immer.
00:10:31: Dann macht's auch einfacher dann hörst doch diese Zwischentöne besser raus und weiß ich halt, wenn der Kollege gerade einen schlechten Tag habe.
00:10:37: Und dann telefonieren wir mal so oder schreiben vielleicht mal nicht im Arbeits-Channel einfach um zu gucken was denn los gerade?
00:10:43: Ich glaube das sind auch diese Zwischenmendendinge die bei allen Fokus auf Daten und Technologie trotzdem wichtig sind.
00:10:49: Okay also für den Gewerbebügelmarkt auf jeden Fall eine spannende Diskussion, die viel diskutieren kann.
00:10:56: Ich will auch mal über das Thema, wenn wir bei Gewerbügeln sind Regionen sprechen Denn wo jemand arbeitet, sagt ja noch lange nichts über dessen oder deren Output aus.
00:11:06: Ich kann von uns auch sagen – von der DISAG – dass wir in vielen Randgebieten und kleineren Standorten eine tolle Form zu sehen.
00:11:14: Und dass diese großen Major Hubs Frankfurt München, Düsseldorf manchmal auch mehr zu kämpfen haben als kleinere Standorte.
00:11:23: Und das dort mindestens genauso gut gearbeitet wird.
00:11:26: Das kann ich auch bestätigen als Vorstand.
00:11:30: Ja, man auch im War for Talents in vielleicht nicht so bekannten Regionen die besseren Mitarbeiter bekommen kann.
00:11:38: Ich muss ja...
00:11:39: Absolut!
00:11:39: Und ich glaube da sollte man sich auch die Freiheit gönnen zu überlegen wo möchte ich möglicherweise auch expandieren?
00:11:46: und ich halte es für den großen Fehler immer dahin zu gehen was wo die anderen auch oder im Leben vielleicht grundsätzlich mache nicht immer das gleiche was alle anderen auch machen.
00:11:54: Es gab ja mal so einen Trend zum Beispiel, als Softwareentwickler noch gesucht wurden.
00:11:58: Heutzutage ist es nicht mehr so, können wir gleich nochmal kurz was zu sagen... dass alle nach Berlin gepilgert sind.
00:12:04: Weil in Berlin gibt es günstige Softwareentwickler, hat man gehört.
00:12:07: Der Problem ist aber dann kamen alle Firmen nach Berlin und das ganze Problem hat sich nur verschoben.
00:12:12: Dann waren irgendwann die Situation genauso.
00:12:15: Und dann kam halt die ganze KI-Situation noch mit dazu und plötzlich war ein Softwareentwicler gar nicht mehr so gefragt.
00:12:20: Ist
00:12:20: das was am meisten wegsterben soll?
00:12:21: Habe ich jetzt gehört?
00:12:22: Also
00:12:22: was heißt wegsterbend?
00:12:23: Entdeuert wer?
00:12:23: Ich wollte
00:12:24: sagen Wettsterben ist vielleicht eine etwas harte Formulierung Aber wir sehen die Anzahl der Jobs im Bereich Softwareentwirkungen zum Vergleich zu zwanzig-zwanzig, fünfzig Prozent weniger.
00:12:37: Und Softwareentwickler waren damals ... In der Generation, das war es in unserer Generation die Banker waren.
00:12:42: Unsere Eltern haben noch gesagt, willst du was vernünftiges, was Krisensicheres haben gehen?
00:12:46: Die Bank war vielleicht nicht die beste Entscheidung aus der damaligen Sicht.
00:12:49: aber so ähnlich ist es auch mit Software-Entwicklern.
00:12:51: Die waren teilweise ja auch ganz oben in der Nährungskette und die haben's mittlerweile riesig schwer.
00:12:56: Man sieht eigentlich fast jedes Quartal wieder irgendeine neue Zahl der Arbeitsagentur, die zeigt wie schwierig es gerade in diesem Segment ist.
00:13:04: Absolut unter, was muss ich da auch wie ein Abskillen... Die Frage, die ich mir halt auch stelle, es gibt mittlerweile auch Belege des Entdrehsten.
00:13:10: Teilweise höhere IT-Gelter gibt als in Frankfurt oder Düsseldorf.
00:13:15: Man spricht ja da auch vom ... Jetzt muss ich richtig aussprechen.
00:13:18: Vom Silikon- oder Sexony-Silicon also dem sächsischen Silicon Valley weil dafür die Chiphersteller sich angesiedelt haben und der Bedarf da ist.
00:13:28: jetzt kann ich dir aber darauf gleich sagen naja wie viele Frankfurter Mitarbeiter oder Münchner sind denn bereit für ein höheres Gehalt nach Dresden umzuziehen.
00:13:40: Und nicht weil Dresd'n nicht schön ist, aber die Mobilitätsbereitschaft hat massiv abgenommen.
00:13:46: Gehalt unabhängig!
00:13:48: Das beobachten wir.
00:13:49: Ich muss machen uns nicht.
00:13:50: Sie haben mal so ein bisschen Angebot und Nachfrage.
00:13:52: ich weiß noch selber bei mir als ich damals vor sechszehn Jahren in den Job eingestiegen war da war es mehr deswegen selbstverständlich dass du für die ersten Jobs auch umziehst.
00:14:01: Dann kam eine Phase, wo durch den Fachkräftemangel das irgendwann nicht mehr so selbstverständlich wurde.
00:14:06: Und dann ist man damit groß geworden, dass man es nicht machen muss.
00:14:08: Wenn man's nicht machen mußt, dann hat man sich auch so sozial eingerichtet und vielleicht irgendwann sogar eine Immobilie oder wie auch immer ... Ey!
00:14:15: Dann ist natürlich das Risiko- und der Aufwand viel größer.
00:14:19: Ich hab mir Dresden aber auch mal ein bisschen angeguckt weil du hast mir vorher ja auch ein bisschen Infos gegeben was für euch gerade auch da nochmal auffällig war.
00:14:28: ich habe mir jetzt Dresen unter dem Kontext Gesamtgehaltsentwicklung noch einmal angeschaut und was wir sehen ist Im letzten Monat angeschaut, was waren eigentlich so die Arbeitgebenden?
00:14:38: Die die meisten Klicks bei uns auf der Plattform haben.
00:14:40: Die also auch die größte Sichtbarkeit haben und das ist häufig in vielen anderen Orten sind es eher Jobs im Niedriglohnbereich.
00:14:47: Und ich sage dir jetzt mal drei Arbeitgeber man kann's ja für dich reflektieren und mal überlegen ob das für dich Assoziation mit Niedrichlohn ist einmal Freistaat Sachsen, einmal Uniklinikum und einmal Infinien.
00:15:00: Ich sehe es nicht unbedingt daraus weil ich mit Niederichlohn verblieb.
00:15:03: Absolut!
00:15:04: Bei Infinion eben gerade, wie du gesagt hast das Silicon Valley des Ostens sicherlich ein Profiteur von der aktuellen KI Situation.
00:15:12: Da ist vielleicht auch der Unterschied zwischen Software und Hardware nochmal ganz spannend und da ist Infinion irgendwie gut aufgestellt.
00:15:19: Was wäre also dein Tipp umzuziehen?
00:15:23: Wenn du einen Karriere-Schritt machen willst und in der Phase bist, wo das nicht dein Leben komplett disruptiv verändert.
00:15:29: Solltest du es machen aus meiner Sicht?
00:15:30: Also ich bin in meinem Leben ... Ich hab's letzte Mal noch in irgendeinem LinkedIn-Post geschrieben.
00:15:35: Schon sechs oder sie mal umgezogen!
00:15:37: Und aber jetzt würde ich es gerade nicht mehr machen, weil jetzt habe ich Haus.
00:15:40: Jetzt hab' ich Familie.
00:15:41: Jetzt ist für mich dann so ein gewisser Punkt gereist.
00:15:44: Genau,
00:15:44: eine andere Lebensphase und vielleicht ist das auch ein super wichtiges Learning für alle.
00:15:48: Man sollte weniger auf Generationen oder sonst was schauen, sondern erfolgreiches Recruiting!
00:15:52: Eine erfolgreiche Mitte bei Verbindung schaut immer auf Lebensphasen.
00:15:57: Das sehen wir schon mittlerweile sehr, sehr deutlich und da ist noch mal ein Unterschied weniger wie alt du bist sondern hast du gerade Kinder bist du gebunden bist du ungebunden musst du dich vielleicht auch um deine Eltern kümmern müssen.
00:16:08: das wird immer mehr werden in Zukunft.
00:16:10: dann sind das Verpflichtungen die wichtig sind.
00:16:12: egal ob wer über remote sprechen ob wir über umziehen sprechen über ganz ganz viele Dinge sind es Dinge die in der Priorität der Menschen zu Recht Wichtiger werden.
00:16:22: Und nochmal ein fürs Rathenspeins bedienen, warum ist Skill-Based Hiring?
00:16:26: Aus deiner Sicht der größte Hebel zu Kostenoptimierung.
00:16:29: Weil wir aus einer Zeit kommen in der wir zusätzlichen Fokus auf Lebensläufe gesehen haben.
00:16:35: Wir haben uns auf Titel fokussiert und weniger was die Menschen wirklich können.
00:16:39: Titel sind austauschbar, Skills sind wiederum ein essenzieller Faktor dessen was später wirklich geleistet wird.
00:16:45: Es ist nicht alles muss man sagen aber es ist ein ganz wichtiger Punkt
00:16:49: Und wenn wir uns dann nehmen zu hören, die sich das schwer tun.
00:16:52: Einfach an die Dissagee wenden weil wir rekrutieren.
00:16:55: seit sechzig Jahren schätzten Menschen ein abseits vom Papier und ich glaube die richtigen Daten hat ein Deed in der Stelle.
00:17:01: von daher kommt gerne auf uns zu.
00:17:03: war wie immer eine spannende Folge.
00:17:05: Tim hat richtig Spaß gemacht.
00:17:06: Ich habe das Gefühl wir können endlos reden und ja wünsche nur einen wunderschönen Tag.
00:17:10: Danke
00:17:10: dir auch.
00:17:10: bis dann ciao.
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