Gute Führung beginnt dort, wo das Ego endet

Shownotes

Wie verändert sich gute Führung in Zeiten von KI, Transformation und Fachkräftemangel?

In Folge 15 von DISruptiv spricht Stephan Bahns mit Bettina Schaller, Group SVP Public Affairs der Adecco Group und Präsidentin der World Employment Confederation, über modernes Leadership und die Rolle von Technologie in der Arbeitswelt.

Im Mittelpunkt steht der Wandel von Kontrolle hin zu Enablement: Führungskräfte müssen heute nicht alles wissen, sondern Menschen befähigen, Zusammenarbeit fördern und den Einsatz neuer Technologien aktiv begleiten. Dabei werden Offenheit, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, immer wichtiger.

Außerdem diskutieren beide, welche Kompetenzen im Zeitalter von KI und Informationsüberfluss entscheidend sind. Neben technologischem Verständnis zählen vor allem kritisches Denken, die Fähigkeit zur Einordnung von Informationen und kontinuierliches Lernen zu den Schlüsselkompetenzen der Zukunft.

Besonders persönlich wird das Gespräch, als Bettina Schaller von einer prägenden Erfahrung mit toxischer Führung berichtet. Das Negativerlebnis habe ihren eigenen Führungsstil nachhaltig beeinflusst und ihren Anspruch bestärkt, Menschen respektvoll zu begegnen und eine vertrauensvolle Arbeitskultur zu schaffen.

Ein Gespräch über moderne Führung, lebenslanges Lernen und die Frage, warum erfolgreiche Führung heute mehr denn je eine menschliche Aufgabe ist.

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00:00:00: Herzlich Willkommen zu Disruptiv, heute mit dem Thema, was bei uns bei der Disruptive in hohen Stellen geließt.

00:00:05: Das ist das Thema Leadership und Verantwortung.

00:00:12: Und ich habe wieder Bettina Schaller als Gast und es freut mich natürlich sehr.

00:00:15: Und Bettina vielleicht mal die erste Frage.

00:00:18: Was unterscheidet denn für dich gute Führung von schlechter Führungen?

00:00:23: Wo sollte sich Führerung in diesen Zeiten so hinbewegen?

00:00:27: Stefan, schön dass ich wieder bei dir mit euch sein darf.

00:00:30: Vielen vielen Dank.

00:00:32: und dann gleich natürlich so eine Frage was unterscheidet Führung heute?

00:00:37: Schauen wir mal!

00:00:37: Ich glaube das ist nicht nur Schlagwörter sind aber es berühmte... Es gibt diese Verschiebung von Kontrolle zu Enablement um mal dieses Wort zu gebrauchen.

00:00:49: Das ist eine.

00:00:50: Ich lese

00:00:50: es auch aber ich denke immer so es liest sich immer gut.

00:00:54: Ist es das was du auch erlebst in der Praxis?

00:00:56: Ja Absolut, absolut.

00:00:59: Also ich sehe die, die nicht enabled werden, die gehen dann einfach.

00:01:05: Deswegen kommt man als Führungsperson gar nicht darum herum dass man die Leute befähigt und mit einbezieht und eben kollaborativer unterwegs ist.

00:01:16: das ist das eine.

00:01:18: Dann ist es andere, dass Führungen sich in verschiedenen Zeitebenen bewegen muss denke ich.

00:01:24: Also sehr oft im Business muss man natürlich das heute und hier, also das jetzige Business Managen aber dieses sehr stark auch Transformation eben.

00:01:36: wie sieht denn das in Zukunft aus?

00:01:38: In welche Richtung müssen wir uns aufstellen?

00:01:40: Das ist glaube ich im Moment stärker ausgeprägt als auch weil das Umfeld eben...

00:01:46: Ist viel gleichzeitig glaube

00:01:50: Also man muss so diese verschiedenen Beschwindigkeiten einfach im Griff haben.

00:01:54: Und dann vielleicht noch ein dritter Punkt ist natürlich, dass Technologie heute ein Bestandteil von Führung ist also das man selber als Führungskraft da auch vorweisen muss.

00:02:04: ich wollte gerade sagen etwas davon versteht es ist vielleicht schon etwas zu weit gegriffen aber dass man sich damit befasst die Offenheit hat und dann eben das Thema Technologie mit in die Prozesse und die Interaktion nimmt.

00:02:20: Und glaubst du wirklich, man kann all diese Themenfelder gleichzeitig beherrschen?

00:02:24: Ich hab ja oft schon auch Peep-Lieder erlebt.

00:02:26: Die waren dann nicht die gute Technologie oder andere, die waren sehr analytisch aber haben die Menschen nicht abgeholt.

00:02:31: Mein Eindruck war doch das er häufig eine Sache fehlte.

00:02:34: Ja, das wäre ja auch das menschliche nicht und deswegen für die einen kommt es einem natürlicher und für die anderen dann nicht.

00:02:41: Dann ist natürlich unsere Frage, die stellen wir uns immer konzentrieren wie auf unsere Stärken und gehen dann volle Pulle in diese Richtung oder müssen wir ein bisschen an den Punkten arbeiten, indem man nicht so gut sieht.

00:02:53: Ich denke Führungskräfte heutzutage müssen eben gerade auch in diese Richtungen gehen die sie nicht ganz im Griff haben besonders der Technologiaspekt.

00:03:03: also ich könnte mir nicht vorstellen als Führungsperson unabhängig der Branche jetzt und unabhängt der Größe des Unternehmens wo man nicht das Signal an seine Leute gibt beschäftige mich damit und dann kann man ja sagen, Leute wir machen das zusammen oder?

00:03:20: Dann bist du als Führungsperson.

00:03:22: Bist du denn der, der moderiert und instrumentalisiert?

00:03:25: Du musst es ja um Himmels willen nicht alles wissen ist ja auch völlig unglaubwürdig.

00:03:29: wenn hier eine fünftigjährige Dame natürlich im besten Alter das Gefühl hat ich habe ja Mitarbeiter die sind vierundzwanzig was soll ich jetzt da behaupten?

00:03:40: ah ich weiß genau Bescheid wie man nie aber eben, ich spreche das an.

00:03:45: Wir schauen das zusammen an und dann Engagement und Enablement.

00:03:49: Ja ja also...

00:03:50: Aber dafür muss man ja sehr in sich ruhen und das Ego beiseites schieben und sagen okay, Ich bin fein damit wenn meine Mitarbeiter sind die vielleicht zwanzig Jahre sind sogar auch vielleicht ein gewissen Teil mehr wissen.

00:03:59: Wow!

00:04:00: Ich aber vielleicht diejenige bin, die es dann moderiert und die das Wissen allen verfügbar macht oder eben Arbeitspakete verteilt eher so Co-Creator wird.

00:04:10: Und die Frage ist ja selber ganz anders geführt worden vielleicht eher direktiv als ideal mitbekommen auf den Weg.

00:04:17: Wie siehst du das denn?

00:04:18: Also man kann doch kein Ego haben in dieser Situation, wäre ja so fehl am Platz dass man das Gefühl hat als Führungspersonen, man müsse sich noch überwissen und dass dann irgendwie Status mit sich bringt.

00:04:34: also mir würde es jetzt nie in den Sinn kommen, das Gefühl zu haben eben ich sei wahnsinnig toll und wunderbar im Gegenteil.

00:04:43: Also ich hoffe da sehr stark dass alle Zuhören hoffentlich sehen in welche Richtung ich gehen möchte.

00:04:50: also wenn man es sich leisten kann sich auf sein Ego zu konzentrieren um da den großen Chef oder die große Chefin zu spielen ja wunderbar aber ist in all den Umfeldern in denen ich bin und ich bin ja doch in einigen Gremien Also da hat Ego überhaupt nicht zu suchen.

00:05:09: Ich finde das unglaubwürdig heutzutage, sorry!

00:05:12: Wenn sich da jemand so profilieren muss und das Gefühl hat er oder sie sei irgendetwas... also für mich hat sich die Arbeitswelt komplett verschoben.

00:05:21: Du

00:05:21: sprichst mir aus der Seele und dennoch sage ich, ist glaube ich das genau die Herausforderung?

00:05:25: Zu sagen wo nehme ich als Führerskraft das Zepter in die Hand wieder?

00:05:29: Wo lasse ich es laufen?

00:05:32: Wo bin ich eher, ja vielleicht auch Beobachter oder Orchesteris von außen?

00:05:36: Und ich finde da immer die prächtige Balance zu finden ist gar nicht um so einfach.

00:05:41: Das ist so!

00:05:42: Weil übrigens jeder Mitarbeiter ist ja da auch wieder anders.

00:05:47: also du kannst ja nicht eine Technik anwenden.

00:05:50: das funktioniert vielleicht bei einer Person und das ist für mich Das ist sogar unabhängig von Alter und Herkunft.

00:05:58: Also das hat jetzt wirklich mit dem Charakter dieser Person und den Erfahrungen dieser Person zu tun, also deswegen vielleicht auch ein Führungselement hier ist bitte befasst euch mit euren Leuten!

00:06:10: Also lernt was über die.

00:06:12: Ihr müsst ja nicht zusammen, was es ich in gleichen Tennisclubs sein oder so... Es muss ja da nicht so ins Colloquial gehen aber ein bisschen verstehen, was für einen beruflichen Werdegang die Person auch hat.

00:06:26: Das sagt so viel aus.

00:06:28: dann und dann natürlich auch keine Annahmen treffen sondern immer wieder Fragen.

00:06:33: Das ist jetzt bei mir auch.

00:06:34: das habe ich wirklich lernen müssen.

00:06:36: Da bin ich immer noch daran.

00:06:37: Also ich würde mir nie mehr heutzutage anmaßen zu denken, dass ich weiß.

00:06:43: Nein!

00:06:43: Also immer wieder checken.

00:06:46: Von der

00:06:46: Perspektivwechsel vornehmen?

00:06:47: Immer wieder.

00:06:48: Ich will die anderen Menschen reinigen.

00:06:49: Ja aber... Ja, aber indem man die Gegenseite abholt.

00:06:55: Das kennt man auch aus dem Privatleben ja.

00:06:57: Ich bin nicht die gleiche Person, die vor fünf oder zehn Jahren war und ich merke das immer wenn ich mit meiner Familie, die Leben überall auf der Welt verteilt, die denken immer noch, ich sei die Bettina von als sie ist, so quasi was er sich, gelbe Söckchen mit Rüschentrug habe ich nicht gemacht natürlich!

00:07:14: Und heute schenken Sie mir so quasi Gelbesöckchens mit Rüschen Meinung?

00:07:18: Ich meine, das bin nicht mehr ich.

00:07:20: Also kannst du doch nicht die gleiche Annahme auch machen mit Leuten in deinem Arbeitsumfeld?

00:07:25: Also immer wieder Feedback-Loops und heute wird es so als oh, dass ist die neue Generation.

00:07:30: was als ich?

00:07:31: ja, das ist aber auch richtig so!

00:07:34: Und deswegen klar Stefan, ich gebe dir recht.

00:07:36: also heute in einer Führungsfunktion zu sein kann natürlich schon als unglaublich kompliziert und schwerfällig, je nachdem auch nur problemenbehaftet oder so sein.

00:07:55: Ja?

00:07:56: Also ich weiß nicht was ich empfehle und möchte hier nichts vorwegnemen.

00:08:03: Und die kennen die genauen Zahlen nicht.

00:08:04: aber als Führungsperson finde ich muss man wissen vierzig Prozent der Zeit sind den Menschen gewidmet.

00:08:12: Satzit!

00:08:13: Also deinem Team oder Menschen im Ökosystem, die du orchestrieren darfst.

00:08:21: Weil es immer noch in einem gewissen Sinne Ehre ist auch, dass du in dieser Führungsrolle bist.

00:08:26: Das würde das nicht so als selbstverständlich annehmen.

00:08:28: Ist Privileg

00:08:29: auf jeden Fall.

00:08:29: Das will auch heißen die anderen validieren deine Führungsposition?

00:08:34: Oder also vierzig Prozent deiner Zeit muss dem menschlichen.

00:08:40: Die Frage ist halt, ob Organisationen den Führungskräften durch diese Zeit geben, die sie für zehn Prozent.

00:08:44: Ich meine, die meisten Organisationen sind Finance gesteuert?

00:08:47: Das heißt Hard Figures und es geht darum, Gewinn- und Flussrechnungen müssen stürmen, Kosten müssen im Griff sein.

00:08:55: Wie viel Zeit dafür ein Mensch bleibt, das glaube ich sehr, sehr unterschiedlich.

00:08:58: Siehst du denn zwischen den Ländern Unterschiede?

00:09:01: Ich habe ja auch in meiner Karriere natürlich mit unterschiedlichen Ländern und auch führungsstil Berührungen gehabt.

00:09:07: Hab dadurch aus unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

00:09:10: Siehst du da irgendwelche Unterschiede oder vielleicht sogar irgendwas, was wir in Deutschland und der Führung vielleicht noch lernen können aus anderen Ländern?

00:09:15: Vielleicht zuerst.

00:09:16: Ich glaube das ist ein Klischee und hat auch mit gewissens das Wort.

00:09:22: jetzt weiß ich zum Glück das wahrscheinlich strategisch dass sich das Wort nicht weiß.

00:09:25: aber man verbindet so Erfolg muss eben automatisch mit Zahlen und Emotionen weg und so.

00:09:33: also sorry ich finde das ist wirklich Wenn gewisse Unternehmen noch so funktionieren, good for them.

00:09:39: Wie gesagt ich glaube den laufen dann irgendwann mal die Leute davon.

00:09:42: also muss man auch schauen jetzt haben natürlich gewisse Branchen die Finanzbranche mitunter oder sonstige da wird das ja so hoch gelebt.

00:09:53: aber ich meine let's be honest in eben diesen Branschenschluss endlich ist es zwischenmenschliche ist doch dann dass das Ganze zusammenhält.

00:10:04: Ich glaube, da muss man die Ehrlichkeit haben das so hervorzuheben.

00:10:08: Wenn du sagst gewisse Länder ja es ist wahrscheinlich werde ich hier mal die Schweiz auch hervorbringen.

00:10:18: Die Schweiz hat diese Fähigkeit und Für mich auch ein Erfolgsmodell und wahrscheinlich ähnlich wie Deutschland, wo ja eben sehr viel auch immer verhandelt wird.

00:10:29: Und es ist nicht das gleiche Konstrukt von Tarifverhandlungen natürlich wie in Deutschland aber... sehr viel basiert eben genau auf Abstimmung, Kollaboration.

00:10:39: Wir haben ja auch ein föderales System.

00:10:40: da muss das funktionieren gibt verschiedene Kantone Regionen in diesem Land gibt es sehr starke Branchen Aktivitäten also muss da die Abstimmung immer immer funktionieren.

00:10:52: und dass ist diese eine Kultur die dann eben heruntergebrochen wird auf Unternehmensebene wo man schon ein Verständnis dafür hat.

00:11:03: Führungs, diese Führungsprinzipien, dass die mit Mensch zuerst im Vordergrund stehen.

00:11:08: Gibt's irgendeinen Grad den du an junge Leute zum Abschluss geben würdest?

00:11:12: Was schon zum Abschluß mannometer was machst du mit meiner Zeit?

00:11:17: ja Das ist immer sehr situativ bei mir.

00:11:24: Ich denke, Sie müssen Geduld haben und mein Rad jetzt wäre eben diesen Informationstransfer zu machen was den Umgang mit Technologie anbelangt.

00:11:34: also sie selber auch nicht davon ausgehen Erstens vielleicht wissen das die anderen, weil sie wissen es wahrscheinlich nicht.

00:11:42: Und dann darauf vertrauen dass die Anderen im Team und im Umfeld eben eine Interesse daran haben zu hören wie Sie das jetzt machen?

00:11:51: Ich glaube wenn Sie mit diesem ... Weil das ist ja Know-how, was Sie haben!

00:11:55: Das ist ein Vorsprung der jeder jungen Generation in den Arbeitsmarkt eintritt.

00:12:02: ... intuitive mit der Technologie umgehen zu können.

00:12:05: Und dies aktiv eben einzubringen, finde ich gut.

00:12:09: Natürlich immer in der Hoffnung und der Voraussetzung dass es Umfeld das eben auch fördert... ...und dann aufnimmt.

00:12:16: Okay!

00:12:16: Ich sage aber gerne werde schwer zu kopieren.

00:12:18: also versuche halt in diesem ganzen Informationsüberangebot die Probleme oder die Herausforderungen zu definieren,... ...dann vielleicht auch Informationen zu bewerten oder zu beurteilen ist glaube ich auch die hohe Kunst in der aktuellen Phase wo alles immer so fortverfügbar ist.

00:12:32: ja Und zu guter Letzt, ja.

00:12:34: Ich glaube diese Lernfähigkeit wie die Informationen aufnehmen an diese kognitiven Fähigkeiten das ist so dass man glaub ich immer daran arbeiten sollte weil ich glaube es war noch nie so viel Information in so kurzer Zeit verfügbar.

00:12:48: und da sage ich mal richtiges von oder wichtiges von unwichtigen zu trennen oder eben auch die Prioritäten setzen ist wahrscheinlich so die größte Herausforderung das wir was wir auf jeden Fall aussehen haben.

00:12:58: Ja absolut absolut.

00:13:00: das hinterfragen dann auch nicht Das ist ja ein riesen Thema.

00:13:04: Also ich habe mich kürzlich unterhalten mit dem Kollegen in meinem Team, der Labour Market Intelligence macht und da automatisieren wir natürlich den Input von all diesen Arbeitsmarktregulierungen und dann sagt mir du das ist super weil das jetzt alles direkt ins System läuft also noch nicht ganz aber es ist das Ziel oder?

00:13:21: Und dann sagt er mir aber mein Problem ist jetzt dass ich nicht mehr die Zeit habe das selber durchzugehen um dann erstens hinterfragen zu können ... fließt das ja alles ein in das Analythische, was jetzt seine Hauptaufgabe ist.

00:13:35: Da sehe ich bei ihm ganz spezifisch wie du gesagt hast.

00:13:41: Wir müssen es irgendwie absorbieren und was wir stärker wieder einbauen müssen unter uns... thematisch und sagen so.

00:13:49: Und eben, was hast du gehört?

00:13:51: Wie ist das?

00:13:51: Was denkst du?

00:13:52: Also unter uns dann kalibrieren wie und woher und auch Faktchecks also das ist so sehr viele sind nicht validierte Informationen dass wir das von uns abholen.

00:14:04: übrigens deswegen denke ich auf das Public Affairs oder Government Affairs viel wichtiger als früher.

00:14:09: man muss die Quellen haben und dann muss man wirklich die Gewissheit haben.

00:14:13: ja das stimmt da nicht weil Es ist nicht so, dass was da alles rumschwört dann eben auch tatsächlich der Wahrheit entspricht.

00:14:22: Pürs denke ich ja auch die Qualität der Daten sollte man immer hinterfragen in dem Falle.

00:14:27: Ist es vielleicht noch eine Frage an dich, die mir doch auf der Seele brennt?

00:14:31: Was hat dich denn so deine eigenen Führungsrolle am meisten geprägt?

00:14:35: Gab's da irgendwas wo du sagst das war ein Gamechanger für dich oder es war wirklich auch eine heftige Situation?

00:14:42: Irgendwas wo du sagen wirst, das hat mich echt geprägt

00:14:47: Absolut, absolut Stefan und zwar Negativ-Erlebnis.

00:14:51: Ganz starkes negativer Leben ist.

00:14:54: nachdem also während dem schon ich mir geschworen habe Ich werde nie in meinem Leben Menschen so entgegentreten und so führen weil ich das... ich hab da so gelitten.

00:15:10: Also Leute die mich kennen Die würden das nicht glauben, aber ich bin da zum Teil abends nach Hause gekommen und habe geweint.

00:15:17: Und mein Mann, der mich als selbstsichere Person kennt, hat mich gar nicht wieder

00:15:23: erkannt.

00:15:24: Aber das war ein Umfeld in dem die Toxizität so hoch war, dass ich dann an mir gezweifelt habe... Also die Person hat alle Register gezogen und natürlich ging dann auch unsere Haarabteilung damals und habe das auch erklärt.

00:15:43: Und hab übrigens gesagt, ich würde gerne Hilfe beantragen, also zwei Sachen habe ich beantragt.

00:15:47: Erstens ein Mediator weil ich gesagt habe, ich muss doch das ansprechen mit dieser Person oder möchte das aber nicht alleine?

00:15:53: Also bitte so!

00:15:54: Das zweite habe ich gesagt, Ich habe offensichtlich die Instrumente nicht um mit dieser Personen eben zu sprechen.

00:16:02: kann ich irgendwie irgendwoher diese Instrumence bekommen.

00:16:05: Woher hast du denn den Mut genommen?

00:16:06: Weil viele die Zuhören haben möglicherweise auch ähnliche Erfahrungen aber trauen sich vielleicht gar nicht, das zu flecken auch aus der Angst heraus.

00:16:14: Vielleicht die eigene Karriere zu beschädigen oder gerade in dieser aktuellen Phase wo ja auch schneller gekündigt wird, vielleicht Konsequenzen zu erleben.

00:16:23: Du hast aber gesagt du gehst das Thema aktiv an.

00:16:26: Woher hast du diese Zuversicht genommen dass du es tun kannst?

00:16:28: Ja, also das war natürlich schon auch ein Prozess.

00:16:32: Das ist so und ich war dann auch bereit zu gehen.

00:16:35: Also ich habe dann auch gekündigt und das kam aber alles anders.

00:16:40: Woher hab' ich den Mut genommen?

00:16:43: Ich möchte es nicht sagen... wahrscheinlich diese Rebellen in mir einerseits weil wenn jemand das Gefühl hat er sei kein Rebelll, dann hört sich das vielleicht ein bisschen aussichtslos an.

00:16:54: Ich würde mir eben erhoffen, dass das in der Kultur ist und also grundsätzlich – wobei nein.

00:17:01: Das ist eine falsche Antwort.

00:17:03: Irgendwie im Norden ist es nicht!

00:17:05: Ja?

00:17:05: Also weißt du was?

00:17:06: ich habe keine Antwort auf diese Frage,

00:17:08: Stefan?!

00:17:08: Okay.

00:17:09: Weil ich möchte wirklich hier sehr respektvoll sein weil das eben leider... weiß es.

00:17:15: Also diese toxische Führerschaft, das ist ein riesen Thema.

00:17:22: und nochmal zu deiner ersten Frage ich habe mir in dem Moment schon geschworen nie wieder!

00:17:29: Und ich bin also heute in einer Situation wo auch wenn ich irgendetwas bemerke oder sehe im Umfeld dann spreche ich das an.

00:17:39: Ich lasse das nicht zu.

00:17:41: Natürlich informiere ich mich zuerst, sehe ich das richtig und dann mit der betroffenen Person da gebe ich einfach das Signal.

00:17:47: ich bin darum zu unterstützen aber das ist das ist nicht akzeptabel schlicht nicht weil das zerstört das zertört

00:17:55: absolut.

00:17:55: ich glaube damit fasse ich so ein bisschen zusammen jetzt am Ende.

00:17:58: die Kunst ist glaube ich auch als Mitarbeiter einen Verhalten auch zu erkennen auch zu benennen nicht immer nur bei sich zu suchen und dann entsprechend darauf zu reagieren, entweder Stellen einzuschalten oder eben auch die eigenen Konsequenzen entsprechend zu ziehen.

00:18:13: Keine einfache Situation.

00:18:14: Meine Eintrug ist sowieso auch wenn der Wirtschaft angespannter ist.

00:18:19: Wenn der Druck steigt, dann ist der Nährboden für solches Verhalten überall etwas größer.

00:18:25: Und umso wichtiger dass wir hier nochmal auf Hinweisen entsprechend gut mit umzugehen ... konsequent auch zu agieren.

00:18:33: Und es war auf jeden Fall so ein Spannendbediener, ... ... spannender letzter Punkt und ich sage an der Stelle noch mal herzlichen Dank... ... auch für diese Folge!

00:18:40: Ja,

00:18:40: ich danke dir!

00:18:41: Einen

00:18:41: schönen sonnigen Tag in Zürich ja?

00:18:43: Ja, gleichfalls!

00:18:44: Mach's gut!

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